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Musteraufnahmen

Die häufigsten Schwachstellen eines Hauses befinden sich in den Bereichen:

  • Außenwand
  • Giebel/Dachschräge
  • ungedämmtes Natursteinmauerwerk
  • Fassadendämmung
  • Balkonplatten
  • Fenster

Um Ihnen einen Einblick zu bieten, wie solche Schwachstellen (Wärmebrücken) mittels einer Thermografiekamera dargestellt werden, haben wir Ihnen die folgenden Beispiele bereit gestellt:

Außenwand

 

Trotz ca. 1 m dicker Wände bei diesem Pfarrhaus sind die Wärmeabstrahlungen an den Außenwänden deutlich erkennbar. Unterhalb des zweiten oberen Fensters ist auch der dort installierte Heizkörper ersichtlich. Der darunter liegende Raum ist nicht beheizt. Über den Dachboden sind massive Wärmeverluste (siehe Gaupe) erkennbar. Eine Dämmung der obersten Geschossdecke ist unbedingt zu empfehlen.

Giebel / Dachschräge

 

Thermische Schwachstellen sind im Anschlussbereich zwischen Giebelwand und Dachschräge erkennbar. Der Grund dafür ist eine nicht gewissenhaft winddicht verklebte Dampfbremse innen und eine mangelhafte Dämmstoffverarbeitung im Spitzbodenbereich.

ungedämmtes Natursteinmauerwerk

 

Beim ungedämmten Natursteinmauerwerk im ausgebauten Kellergeschoss wird die Wärme weitaus besser nach außen geleitet als im oberen verputzten Ziegelmauerwerk. Dadurch kommt es im Kellergeschoss raumseitig zu kalten Wandtemperaturen die wiederum zur Kondensation und Schimmelbildung führen können. Die Zwischendecke zum ausgebauten Dachgeschoss und die Heizkörper unterhalb der Fenster sind deutlich erkennbar. Ein Vollwärmeschutz der Fassade (vor allem im bereits verputzten Bereich) würde eine wesentliche Reduktion des Heizwärmebedarfs bewirken.

Fassadendämmung

 

Bei diesem Gebäude ist die unterschiedliche Qualität der Fassadendämmung im Erd- und Obergeschoss deutlich ersichtlich.
Im Sockelbereich ist keine Wärmedämmung vorhanden. Die massiven Wärmeverluste sind deutlich erkennbar. Im Erdgeschoss ist das Mauerwerk mit ca. 5 cm Thermoputz verputzt. Im Gegensatz zum Obergeschoss, welches mit einem Vollwärmeschutz versehen ist, sind die Wärmeverluste wesentlich höher.

Balkonplatte

 

Bei diesem Gebäude sind massive Wärmeabstrahlungen im Bereich der - thermisch nicht getrennten - Balkonplatte ersichtlich. Dies ist ein sehr häufiger Baumangel, welcher auch bei Neubauten häufig begangen wird. Die beste Möglichkeit diese Wärmeverluste zu verhindern ist, den Balkon als eigene Konstruktion zu errichten. Sollte dies nicht möglich sein, ist zwischen Balkonplatte und Zwischendecke ein so genannter "Isokorb" vorzusehen.
Bei einer Sanierung des oben dargestellten Gebäudes sollte die Balkonplatte zur Gänze mit einem Vollwärmeschutz "eingepackt" werden.

Fenster

 

Bei diesem Gebäude sind die unterschiedlichen Fensterqualitäten deutlich erkennbar.
Im Obergeschoss sind Holzfenster aus den 60-er Jahren mit Zweischeiben-Isolierverglasung eingebaut. Im Erdgeschoss wurden die Fenster vor zwei Jahren erneuert.

Wandheizung

Die obige Aufnahme zeigt, dass die Wandheizung mit einer Sockelleistenheizung kombiniert ist. Die Sockelleistenheizung ist nur leicht temperiert und die Wandheizung weist eine sehr niedrige Heizwasser-Durchflussmenge auf, was durch den starken Temperaturabfall über eine kurze Strecke ersichtlich ist. Eine Erhöhung der Durchflussmenge könnte zu einer wesentlich gleichmäßigeren Wärmeabgabe und dadurch zu einem verbesserten Raumklima führen.
Infrarotaufnahmen zur Überprüfung von Wand- und Fußbodenheizungen bzw. zur Überprüfung der Fenster-Anschlussstellen an das umgebende Mauerwerk und zur Ortung eventueller Leckagen in allen Wasser durchströmten Systemen sind sinnvolle Maßnahmen um eventuelle Schwachstellen zu erkennen und die Sanierungskosten gering zu halten.

 
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