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Was ist die Energieausweisdatenbank ZEUS?

Zur einfachen Verwaltung und Bearbeitung der Energieausweise im Sinne der neuen gesetzlichen Regelungen hat Kärnten (im Auftrag von LR Ing. Reinhart Rohr) gemeinsam mit Salzburg und der Steiermark, die online-Datenbank ZEUS entwickelt:

www.ktn.energieausweise.net

ZEUS ist eine Internet-Applikation. Es ist keine Installation notwendig. Um darauf zuzugreifen, werden lediglich ein Internetanschluss und ein Webbrowser (z.B. Internet Explorer) benötigt. Der Energieausweis muss in einem Programm berechnet werden, das den „ZEUS-upload“ unterstützt (GEQ, Ecotech, Nemeteschek, Archi-PHYSIK ).
Als Benutzergruppen der ZEUS-Datenbank sind Energieausweis-Berechner , Baubehörden und Förderstellen des Landes eingebunden. Der wesentliche Vorteil von ZEUS ist die zentrale Erfassung und der elektronische Aktenlauf welcher sicherstellt, dass Energieausweise automatisiert an die zuständigen Stellen/Personen geleitet werden.
 
Durch ZEUS ist sichergestellt, dass immer der selbe Energieausweis bei den relevanten Stellen aufscheint, wodurch ausgeschlossen werden kann, dass z.B. bei der Baubehörde oder einer Förderstelle verschiedene Energieausweise aufliegen.

Weitere Informationen und die ZEUS-Newsletter finden Sie im Menüpunkt Energieausweis/ZEUS.

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Übernimmt ZEUS auch eine Qualitätskontrolle?

Während des „uploads“ werden die Daten des Energieausweises automatisch auf die Einhaltung der Anforderungen der Kärntner Bauvorschriften überprüft und es werden zusätzlich Plausibilitätsprüfungen durchgeführt.
Sollte es dabei zu Auffälligkeiten kommen, werden dem Berechner Hinweise und Warnungen angezeigt, welche er bearbeiten bzw. kommentieren muss um das „upload“ abschließen und den Energieausweis der Datenbank ZEUS übergeben zu können.
Da die Berechner für die Richtigkeit ihrer Berechnungen haftbar sind – ein Energieausweis darf nur von befugten Personen ausgestellt werden – kann davon ausgegangen werden, dass sie mit den Hinweisen und Warnungen beschäftigt haben und das „upload“ im Bewusstsein einer möglichen Haftung durchgeführt haben.

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„Die Behörde“ übermittelt den Energieausweis der Landesregierung in elektronischer Form?

Laut Novelle der Kärntner Bauansuchenverordnung § 7, Abs. (4), lit. h) muss die Beschreibung eines Bauvorhabens „einen Energieausweis im Sinne des § 11 der Kärntner Bauvorschriften enthalten. Dieser ist sowohl in Schriftform als auch in elektronischer Form zu übermitteln“.
 
In den Kärntner Bauvorschriften ist diesbezüglich unter § 11, Abs. (9) folgendes enthalten: „Erstreckt sich die Baubewilligung auf ein Vorhaben, für das ein Energieausweis erforderlich ist, hat die Behörde den Energieausweis der Landesregierung in elektronischer Form zu übermitteln. Die Landesregierung darf die nicht personenbezogenen Daten des Energieausweises und die Daten des Ausstellers automationsunterstützt verwenden, soweit dies zur Verfolgung statistischer und energiepolitischer Ziele notwendig ist“.

"elektronischer Ablauf" in der Datenbank ZEUS

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Wie weiß der Energieausweis wer sich für ihn interessiert?

Der Berechner legt gemeinsam mit dem Kunden fest, welchen „Weg“ der Energieausweis nimmt. Dafür wurden im ZEUS die entsprechenden Voraussetzungen programmiert. Der Zweck der Einreichung kann
• Baubehörde (Baugenehmigung),
• Wohnbauförderung und Energieförderung,
• Archiv oder eine
• Mehrfachnennung der obigen Stellen sein.

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Kann ZEUS „die Behörde“ bezüglich der Datenübermittlung unterstützen?

ZEUS bietet „der Behörde“ die Möglichkeit, dieser Verpflichtung der Kärntner Bauvorschriften ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand nachzukommen.
Beim „upload“ eines Energieausweises wird automatisch ein so genanntes „xml-Datenfile “ erstellt. Dieses Datenfile enthält alle für eventuelle statistische Zwecke erforderlichen Daten.
 
Da die relevanten Stellen der Kärntner Landesregierung ebenfalls einen Zugriff auf ZEUS haben, ist „die Behörde“ der Verpflichtung zur Übermittlung der Energieausweis-Daten durch die Baugenehmigung und den „elektronischen Stempel“ am EA nachgekommen.

   

"elektronisch gestempelter" Energieausweis


Denn: Sobald eine Baugenehmigung erteilt und der Energieausweis „elektronisch gestempelt“ wurde- dies geschieht (ganz einfach) durch das Drücken des Icons "Prüfstempel erstellen" (siehe nachfolgende Grafik) - stehen die für statistische Zwecke erforderlichen Daten allen relevanten Stellen zur Verfügung.

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Wie kann die Behörde ZEUS nutzen?

Die Nutzung von ZEUS ist einfach und selbst erklärend.
Ein Vertreter der Behörde muss sich über www.ktn.energieausweise.net registrieren. Nach Überprüfung der Daten durch die Stelle „Organisation/Qualitätsmanagement“ wird der Benutzer freigeschaltet und hat ab diesem Zeitpunkt Zugriff auf alle Energieausweise die für „seine“ Katastralgemeinde eingereicht werden. Die neuen und noch nicht bearbeiteten EA’s sind immer im obersten Ordner „zu erledigen“ enthalten. Sollten mehrere EA’s für eine Behörde vorliegen, kann über die „Suchfunktion“ der zur Bearbeitung anstehende Energieausweis herausgefiltert werden.

"screenshot" einer Baubehörden-Bearbeitungsseite in ZEUS

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Wie erfährt die Behörde dass ein Energieausweises vorliegt und eine Baugenehmigung erteilt werden kann?

Sobald ein Energieausweis bei ZEUS „eingereicht“ (upgeloadet) wird, erhält „die Behörde“ aufgrund der Katastralgemeindenummer per e-mail eine Information, dass für das Bauvorhaben „Vorname Name“ ein Energieausweis zur Bearbeitung zur Verfügung steht.
Der Vorteil der elektronischen Übermittlung eines Energieausweises über ZEUS ist, dass dieser in Bezug auf die Einhaltung der Bauvorschriften bereits elektronisch vorgeprüft ist und etwaige Abweichungen in den Warnungen und Hinweisen klar ersichtlich sind.
Wird von Seiten des Bauwerbers ein Ansuchen zur Baugenehmigung eingebracht, und sind alle Unterlagen gemäß § 7, Abs. (4) der Ktn. Bauansuchenverordnung vorhanden, kann die Behörde überprüfen, ob der in Papierform eingereichte mit dem elektronisch vorgeprüften Energieausweis im ZEUS übereinstimmt.
Dies erfolgt, indem nur eine einzige Zahl – nämlich der Endenergiebedarf (EEB; zweite Seite des Energieausweises, 7-te Zeile im Zahlenblock „Wärme- und Energiebedarf) – verglichen wird. 

 

Ist diese Zahl in beiden Exemplaren – auch in der letzten Stelle – ident, handelt es sich um den selben Energieausweis und die Behörde kann, wenn eventuell im ZEUS ersichtliche Kommentare „nachvollziehbar“ sind, die Baugenehmigung erteilen, da die Bauvorschriften eingehalten sind. 
    
Nach der Überprüfung und der Genehmigung zur Bauausführung, erstellt die Behörde einen „elektronischen Prüfstempel“, womit der Energieausweis für die weiteren Stellen freigegeben wird und die Daten des Energieausweises für statistische Zwecke den relevanten Stellen der Landesregierung zur Verfügung gestellt werden.
Die Behörde kann auf alle Energieausweise in ihrem Verwaltungsbereich jederzeit Einsicht nehmen und wird über eventuelle Änderungen umgehend per e-mail informiert. Ein Ausdruck der eingereichten Energieausweise über ZEUS ist immer möglich.

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Einmal eingereicht und damit Schluss?

Leider / Gott sei Dank: NEIN!

Spätestens ab dem 01.01.2009 ist ein Energieausweis gemäß dem „Energieausweis Vorlage Gesetz“ auch für den Verkauf, die Vermietung und Verpachtung von Wohnungen und Gebäuden verpflichtend vorgeschrieben.
Dementsprechend sollte dieser auch das Gebäude wie es „in der Natur steht“ und nicht wie es geplant wurde, beschreiben, damit der zukünftige Käufer oder Mieter auch den Energieausweis des Kauf- oder Mietobjektes vorgelegt bekommt und darauf basierend seine Entscheidung treffen kann.
Gleichzeitig mit der Meldung der Vollendung des Bauvorhabens sind der Baubehörde gemäß § 39 Abs. (2) K-BO 1996 vom Bauleiter Bestätigungen aller mit der Ausführung des Vorhabens betrauten Unternehmer vorzulegen, aus welchen u.a. hervorgeht, dass die Ausführung des Vorhabens entsprechend der Baubewilligung einschließlich der ihr zugrunde liegenden Pläne, Berechnungen und Beschreibungen erfolgt ist.
Sollten Änderungen im Zuge des Bauvorhabens, die das Ergebnis des Energieausweises beeinflussen, nicht entsprechend gemeldet werden, könnte daraus für den Käufer oder Mieter eines Gebäudes oder einer Wohnung ein Schaden entstehen, welcher wiederum strafrechtlich relevant wäre.

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Was hat die Behörde mit dem GWR zu tun?

Derzeit ist ein Gesetzesentwurf in Ausarbeitung der sicherstellen soll, dass die Daten der ersten beiden Seiten eines Energieausweises von der Behörde auch dem GWR (Gebäude- und Wohnungsregister der Statistik Austria) zur Verfügung gestellt werden müssen.
Durch ZEUS wird die Behörde auch dieser Verpflichtung „mit einem Tastendruck“ nachkommen können.

 
Flatschacher Straße 70
9020 Klagenfurt
Tel.: 050 / 536 18802
Fax: 050 / 536 18800
energiebewusst(a)ktn.gv.at
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